Matratzenparadies

Matratzenparadies mit Käfigen im Vordergurnd

Klick auf das Foto, um zur Beschreibung bei Einsteins zu kommen.

Das Matratzenparadies besteht tatsächlich aus Polstern, die auf dem Fußboden liegen. Auf dem Boden liegen Folien, darauf die Polster, darauf sind urindichte Decken. Das Ganze wird mit Bettwäsche ausgelegt, die die Stelle der Einstreu einnimmt.

Am Rand stehen kleinere Käfige (60cm lang), in denen werden Heu und Wasser angeboten. Vorteil dieser Variante ist, dass die kleinen Käfige gut gegriffen und gesäubert werden können. Die Polster wiederum lassen sich absaugen. Zum Teil ist das Matratzenparadies nicht umrandet. Die dort lebenden Tiere können in den Raum springen, ihnen stehen 11m² zur Verfügung, die momentane Besetzung bleibt jedoch lieber auf den Polstern.

Das Matratzenparadies, welches hier beschrieben wird, hat noch einen besonderen Raum. Da es sich in einem Dachzimmer befindet, in dem der äußere Dachrand zum Zimmer hin nochmals durch ein Mäuerchen getrennt, eine Art niedrige Kammer ergibt, die Abseite genannt. Dort liegen Kissen verschiedener Größen und Weichheitsgrade, sehr gern schlafen die Bewohner dort.

Das Rausheben der Tiere gestaltet sich nicht ganz einfach, da das Gehege zu groß ist, um jederzeit überall hinlangen zu können. Hinzu kommt die Abseite. Wie bei allen anderen Haltungsarten auch werden hier Kompromisse gefunden. Die im Matratzenparadies lebenden Schweinchen lassen sich gern in Kuschelhöhlen scheuchen und dann samt Kuschelhöhle herausholen. Einige der Tiere können auch gegriffen werden, wenn sie am Rand oder in einem der kleinen Käfige liegen, auch eine "Bushaltestelle" ist eingerichtet. Jeder, der Meerschweinchen hat, merkt nach und nach, wo sie sich am besten greifen lassen, das ist hier nicht anders.

Insgesamt wird der Großputz nicht aus dem Rollstuhl heraus durchgeführt. Viel mehr Bewegungsspielraum lässt das Sitzen vor und im Gehege zu, weswegen das eher ebenerdige Matratzenparadies sich hier als barrierefreies Gehege anbietet. Das Gehege ist seit mehreren Jahren erfolgreich im Einsatz.

[Novella Calow]