Etagengehege - Die Zicken-Suite

Zickensuite

- 25 Euro + sehr hoher Arbeitsaufwand-

Die Zicken-Suite entstand ursprünglich für drei Meerschweinchen-Mädels, die bei einer Bekannten in einem Kaufkäfig leben. Durch Streit in Zwergenhausen wohnten dann zwei Kerle drin.

Wenn im Folgenden von Sägerauh geschrieben wird, bedeutet dies, dass das Holz kostengünstig ist, jedoch reichlich geschliffen werden muss. Wem keine Schleifmaschine zur Verfügung steht oder wer unter Zeitdruck baut, sollte die Mehrausgabe bereits gehobelter und geschliffener Bretter nicht scheuen. Denn nur ein gründliches Schleifen führt zur Verwendbarkeit im tierischen Wohnungsbau.

Vorgehen

Rohbau

Dies ist das Herzstück des neuen Geheges. Die Zicken-Suite hat je Ebene 100x60 cm. Die Vorderfrontbretter sind mit Scharnieren am Rahmen befestigt, so dass sie herunter geklappt werden können. Dies erleichtert die Reinigung.
Unter die unterste Ebene könnten Obstkisten eingehängt werden, in denen Platz für Meerschweinchen-Wäsche ist, allerdings nutzen wir den Platz für den Meerschweinchenauslauf.
Insgesamt ist der Rohbau nur ein Rahmen aus Leisten (5x2,5 cm) und Schalbrettern (10x2 cm). Die Leisten schraubte ich mit Winkeln zu Rahmen von ca. 102 x 62 cm zusammen, der Spielraum (der Rahmen ist größer als die Platte) sollte beim Nachbau eingehalten werden, weil er sonst zu eng für die Ebenen ist. Diese Rahmen wurden an die Schalbretter geschraubt, so dass ein Gerüst entstand, in welches die Platten für die Ebenen eingelegt werden konnten. Die Rückwand aus Presspappe (von alten Schränken) kann auch aus Sperrholz (von noch viel älteren Schränken z. B.) sein. Sie gibt der Zickensuite weitere Stabilität (wie z.B. das Metallkreuz, welches ihr sicher von Regalen her kennt).

Oberhalb der Ebenen wurden Leisten aus der Restekiste an die Schalbretter mittels Holzdübel gesteckt, dazu bohrt ihr in Schalbrett und Leiste an gleicher Position ein Loch von der Größe des Dübels, hämmert den Dübel in die Leiste ein und steckt sie dann an das Brett. An die so entstehende Umrandung schraubte ich Fußbodenleisten, diese dichten das Gehege komplett ab und haben sich hervorragend bewährt. Viele nutzen Silikon, bin ich kein Fan von, geht sicher aber auch.

Der Ausschnitt für die Rampe ist 30cm lang und 15cm breit, um den Tieren den Zugang ohne "Bücken" zu erlauben.

Die Zwischenebene misst 60x40 cm und ist auf Leisten aufgelegt, die an Rück- und Seitenteil befestigt wurden. Vorn steht sie auf einer Säule. Damit sie nicht wegrutscht, ist auch sie mit Holzdübeln in den Leisten festgesteckt.

Ebene und Untergeschoss

An der unteren Front ist kein Plexi angebracht, dort dürfen Schweins nach Futter bettelnd, fast heraus hängen. Aber die Zwischenebene ist wie alle abgedichtet und zusätzlich gegen Rausfallen gesichert.

Runderherum verschraubte ich Plexi, so dass keine Zugluft entsteht, aber die Suite schön hell ist, Ein- und Ausblicke gewährt, trotzdem Ruheplätze hat.

Kosten

 

 

alles andere wurde aus Resten hergestellt, die teilweise von anderen Arbeiten übrig waren und teilweise aus der kostenlosen Abgabekiste des Baumarktes stammten.

  • 4 Schalbretter sägerauh 3,04 Euro
  • 2 Platten 100x60cm 3,71 Euro
  • 10 Leisten 4,50 Euro
  • 150cm langes Scharnier 4,75 Euro
  • Plexiglas 8,95 Euro

gesamt 24,95 Euro

Novella Calow - salatgurken.net