Möbelbau

Rastplatz

Futtertrainer

Für diesen Futtertrainer reicht ein 80cm langes, 2cm dickes und ca. 20cm breites Regal-Brett (Nadelholz) aus dem Baumarkt, 3 Senkkopf-Schrauben mindestens 5cm lang, eine Wäscheklammer, ein paar Knabberäste aus Garten oder Wald, drei Schraub-Ösen, eine halbe Kokosnuss-Schale und etwas Schnur.

Futtertrainer

Das Brett wird in zwei Teile zersägt, eines 37cm, das andere 43cm lang. In das 37cm lange Brett bohrt ihr mit einem 3er Bohrer an den Stellen vor, an denen ihr später die großen Löcher haben wollt und die Löcher, in die ihr dann die Kräuterstiele stecken möchtet. Außerdem in die Unterkante vom Brett, je 2cm vom Rand entfernt und mittig ebenfalls mit dem 3er Bohrer vorbohren. Da kommen später die Schrauben von der Grundplatte rein. Und für den frischen Knabberast braucht ihr ebenfalls erst einmal ein 3er Loch. Mit entsprechend großen Holzbohrern (20er und 40er hier verwendet) werden die Riesen-Löcher nun langsam aufgebohrt. Für den Knabberast benötigt ihr ein 10er Loch.

Den Brett-Teil von 43cm Länge halbiert ihr mit dem Bleistift. Zwei Zentimeter vom Rand und mittig zeichnet ihr euch Kreuzchen hin. Mit dem 3er Bohrer wird durchgebohrt. Anschließend nehmt ihr eine der drei Schrauben und haltet an ihren Kopf so lange verschieden große Bohrer an, bis ihr den Bohrer in der Hand habt, dessen Schaft genau mit der Größe des Schraubenkopfes übereinstimmt. Mit diesem Bohrer bohrt ihr vorsichtig die 3er Löcher auf, aber nur etwa 4mm tief. Darin soll später der Schraubenkopf versinken (Senkkopf-Schraube).

Der nächste Schritt dauert am längsten. Das Brett vom Baumarkt ist bereits geschliffen, aber um dem Futtertrainer eine weiche Oberfläche mit einem schönen Holzglanz zu verpassen, muss gründlich geschliffen werden. Begonnen mit 120er Schleifpapier, über 180er bis zum 240er. Schleifen, schleifen, schleifen.

Seid ihr damit fertig, nehmt ihr wenig Holzkleber und tragt ihn sparsam auf die Unterkante des senkrechten Brettes auf. Dann schraubt ihr es von unten her fest. Die Schrauben geben dann den Pressdruck für das Kleben. Es darf kein Kleber vorquellen. Falls doch, dann sofort abwischen und später nochmal nachschleifen.

Jetzt braucht ihr nur noch die Ösen eindrehen, die Kokosnussschale mit dem Bindfaden an der gewünschten Öse befestigen. Knabberast in das 10er Loch pfriemeln und das Ganze lecker bestücken.

Unterstand mit fressbaren Beinen

Unterstand

Ihr benötigt ein Brett, zugeschnitten auf die gewünschten Maße und mindestens 20mm dick. Äste, die möglichst gerade sind und mindestens daumendick. Wenn ihr wollt, dass die Tiere später oben drauf sitzen, müsst ihr eine Seite des Brettes gegen Urin abdichten. (Gehegebau Lack&Belag)

Als erstes sägt ihr die Beine zurecht. Dazu müsst ihr den Stock mit den Sägeflächen gerade ausrichten. Er liegt meist nicht(!) bündig am Rand der Lehre an, da kein Stock schnurgerade ist.

Die Schnitte sollen zueinander parallel sein, damit das Dach später gerade aufliegt und der Unterstand nicht kippelt.

Die weiße Linie ist senkrecht zum Stock, die rote die benögte am Stockende ausgerichte Sägekante.

Für den Beispielunterstand benötige ich fünf Beine mit einer Länge von 17cm, da das Dach auf ca. 20cm Höhe sein soll und ich die Materialdicke berücksichtigen muss. Dann benötige ich noch drei Beine von 8cm, weil ich eine Treppe bauen will.

Wenn ihr später die Stöcke anbringt, achtet darauf, dass die schiefsten Stöcke hinten sind. Es sieht immer ein wenig seltsam und windschief aus, wenn man diese vorn anbringt und so manch Ahnungsloser lacht euch aus, dass ihr schief bauen würdet. Dabei ist der Bau mit Naturmaterial nicht nur schwieriger, sondern es entstehen Unikate. Kein Stock ist wie der andere.

bohrungen im Stock

Nun wird es fummlig. Mit einem Bohrer kleiner 3 versucht ihr etwa die Mitte des Stocks zu treffen und bohrt ein etwa 4cm tiefes Loch. Anschließend nehmt ihr den 6er Bohrer und bohrt das Loch auf, heißt, vergrößert es in der Breite, ebenfalls 4cm tief, lieber etwas tiefer.

Habt ihr das bei allen gemacht, steckt ihr 6er Holzdübel in die Löcher. Mit dem Hammer leicht darauf schlagen, damit die Dübel ganz nach unten rutschen.

Im nächsten Arbeitsschritt bohrt ihr in alle Ecken der Unterseite eures Daches 6er Löcher, achtet darauf, dass ihr auf der anderen Seite nicht rauskommt. Seid ihr fertig steckt ihr probeweise die Füße an. Ergeben sich Lücken zwischen Brett und Bein, zieht ihr den Dübel mit einer Rohrzange noch einmal aus dem Stock und bohrt das Loch tiefer. Wieder probieren. Passt alles, nehmt ihr Holzkleber, kleistert damit Dübel und Sägefläche des Stockes ein und steckt alle Beine an. Dann wird der Unterstand auf seine Beine gestellt. Das Eigengewicht dient zum Pressen beim Kleben. Nach spätestens einer 1/4 Stunde Trockenzeit ist euer Unterstand nun einsatzbereit.

Haus

Ausgangsmaterial sind Bretter von 18 bis 20 mm Dicke oder Sperrholz mindestens 6mm dick.

Das Dachbrett besteht aus einem 30cm breitem, 18mm starken Brett, dass auf eine Länge von 27,5cm zugeschnitten wurde. Die Seitenteile bestehen aus 20cm breiten Brettern, deren Breite als Höhe für das Haus genutzt wird. Als Länge wird einmal die Seite von 27,5cm gewählt und einmal 30cm plus 2x Brettstärke, in diesem Fall also 3,6cm. Dies muss so sein, da das Dach nicht aufgelegt werden soll, sondern in die Wände eingefügt.

Anzeichnen und Vorbohren

Wenn die drei Teile zugesägt sind, werden die "Wände" für das Schrauben vorbereitet. Dazu die Brettstärke vom Rand aus anzeichnen und mittig Löcher vorbohren. Von außen ansenken (Vorbohren + Senken s.u.). Die Länge des Gewindes der Schrauben muss mindestens 2,7cm haben. Berechnet: halbe Brettstärke * 3, somit ist noch ein Drittel der Schraube im Gegenstück. Es müssen immer mindestens drei Schrauben-Windungen im Gegenstück sein, damit die Schraube hält.

Platz für die Raufe außen am Haus

Der langwierigste Arbeitsschritt ist das Schleifen. Aber nur gründlich geschliffen wird das Haus Freude bereiten.

Nun habe ich mir überlegt die dritte Seitenwand durch eine Heuraufe zu ersetzen. Hinten soll ein Ausgang sein, dann nach vorn die Raufe. Im Bild seht ihr, wie ich mir das vorgestellt habe.

Von der gekauften Raufe wird der Deckel abgeschraubt. Dann muss vorgebohrt werden, damit das Holz nicht splittert. Schließlich vorsichtig (Akkuschrauber auf eine niedrige Stufe stellen) festziehen. Wenn alles gut sitzt, Deckel der Raufe wieder locker anschrauben.

Nun noch für die Rampe die Haken und Ösen angebracht. Eine bequeme Rampe sollte um die 40cm lang sein. Im Bild wurde ein 60cm Brett genommen. Ein altes Handtuch ohne Schlaufen (kein Frottee!) dient vorübergehend als Rampenauflage bis ein Teppichrest besorgt ist und ein Geländer hat aus unseren Kisten wieder seinen Platz auf dem Dach gefunden.

Mit Geräte aus dem Keller holen, zurück bringen und putzen hat es insgesamt 2,5 Stunden gedauert bis die folgenden Fotos entstanden.

Foto von Rampenseite im Gehege mit Bewohner Zausel
Foto von Heuraufenseite im Gehege mit Toffels- Po

Offensichtlich war der Bau nötig und von den Bewohnern erwünscht, denn kaum im Gehege wurde das Haus bezogen.
Vorteile der Konstruktion:

  • vorn offen, schwein behält den Überblick
  • lange Rampe zum Drunter-Liegen und zum Aus-dem-Weg gehen, wenn nötig
  • Hinterausgang dient der Raserei ebenso wie dem Ausweichen
  • Aussichtsplattform
  • jederzeit sauberes Heu

Die Dachgestaltung wird vermutlich in Richtung Hängemattenplatz laufen, denn im geplanten Gehege fehlt dies noch. Aber das kommt später.

Geländer

Gelaender Beispiel

Sperrholz (mindestens 5mm dick) ergibt als Geländer einen schönen Blickfang.

Messen, welche Länge ihr benötigt, überlegen, welche Höhe das Geländer haben soll.

Diese Maße übernehmt ihr dann auf das Sperrholzbrett. Dabei dürft ihr aber kein Modellbau-Sperrholz von nur 2mm Dicke verwenden, das rennen Schweins einfach um, die 5mm müssen es sein.

Wenn ihr die Außenmaße aufgezechnet habt, könnt ihr euch ein Muster ausdenken. Wir haben im Beispiel vor ein Meerschweinchen an einer Löwenzahnpflanze auszuschneiden. Man kann die Figuren stehen lassen und außen herum alles wegschneiden oder außen herum stehen lassen und die Figuren ausschneiden. Für letzteres bohrt ihr nun Löcher in die Teile, die aus dem Holz geschnitten werden müssen. Mit der Laubsäge wird dann gesägt. Habt ihr euch ein Motiv angezeichnet, braucht ihr ein fadenförmiges Blatt, um alle Rundungen sägen zu können. Entscheidet ihr euch für eine eher geometrische Form, dann bohrt in alle Ecken mit dem 10er Bohrer ein Loch, anschließend könnt ihr die Stichsäge verwenden.

Elch war gestern, heute frisst das Schwein. Deutlich zu sehen, während des Sägens hat das Schweinchen abgenommen. :-( Aber da muss es nun durch. Schleifen, schleifen und schleifen, später setze ich dieses Geländer an obigen Unterstand.

Dazu müssen noch Löcher für die Schrauben vorgebohrt und angesenkt werden. Bohren 3er Bohrer, Senken? Der richtige Bohrer ist es, wenn der Schraubenkopf mit dem Bohrerschaft übereinstimmt. Damit dann ein paar Millimeter in die Oberfläche bohren. Am Ende soll der Schraubenkopf bündig mit dem Holz abschließen.

Futter-Oase "Zum Rabauken"

Gesamtansicht

Die Oase ist eine Kombination aus dem Öttbrett von Sifle, einem Futterbaum und einem Futterbrett. Das Ganze wird dann überdacht und voila: eine kleine Futter-Spiel-Oase ist entstanden.

Im ersten Schritt wird die Grundplatte mit 35mm breiten Löchern versehen. Wir haben nicht ganz durch die Grundplatte gebohrt. Wer lieber durchbohrt, schraubt am Ende noch eine Platte unter die Grundplatte.

7er Löcher haben wir für die Ess-Stäbchen vom China-Imbiss gebohrt. Je nach dem was für Stäbchen oder Äste ihr nehmt, müsst ihr da einfach ausprobieren. Die Stäbchen sollten ganz knapp reinpassen. So lassen sie sich stabil hinein hämmern, aber auch wieder rausziehen.

Darauf kann man später Obst und Gemüse spießen. Der Vorteil der China-Stäbchen ist die einfache Reinigung.
Aber bevor die Stäbchen reinkommen, muss nun gründlichst geschliffen werden. Minimum ist ein 120er Schliff, obwohl der noch sehr rauh ist. Wir haben 180er Papier für den letzten Schliff genommen. Es dauerte 1,5 Stunden ehe ich auch nur annähernd zufrieden mit dem Schliff unserer Oase war.

Senkloch
Säule

Für die Mittelsäule, den Futterbaum, bohrt man mittig im Ast vor. Auch in der Grundplatte muss vorgebohrt werden. Der Schnittpunkt der Diagonalen der Grundplatte ist der Mittelpunkt. Dort bohrt ihr ein 3er Loch vor. Von unten bohrt ihr dann zum Absenken ein paar Millimeter tief.

In den Ast werden nun noch Löcher gebohrt, in die später frische Knabberzweige gesteckt werden können.

Zuletzt werden nun die Deckel für die Öttbrett-Anlage vorbereitet. Für jedes einzelne Loch muss ein passender Deckel aus Sperrholz gesägt und anschließend geschliffen werden. Dann werden sie mit einem Loch für die Schraube versehen.

Schraube

Beim Zusammenbau wird der Ast durch die Grundplatte hindurch festgeschraubt. Vorher kann er noch mit Holzleim eingepinselt werden, so dass er später gut fest ist. Anschließend oder davor die Stäbchen reinhämmern. Dann steht die Oase schon.

Nun werden die Deckel über die Löcher geschraubt. Dazu verwendet man eine Schraube, deren Gewinde nicht bis zum Kopf reicht (Foto rechts). Die glatte Fläche sorgt dafür, dass der Deckel sich später leicht drehen lässt.

Bei Senkkopfschrauben (wie abgebildet) soll die Dicke des Deckels vom Gewindeansatz bis zum oberen Ende des Kopfes reichen (1.). Bei Rundkopfschrauben darf der Deckel nicht dicker sein, als zwischen Gewindeansatz und unterem Kopfende (2.) Platz ist.

Und dann bleibt nur noch die Inbetriebnahme.

Ach, ein Dach?

Jepp, in Ermangelung eines Strohdaches tut es ein Obstkorb vorerst auch. Das Dach ist aufgeschraubt. Man könnte es aber auch mit einem Holzdübel stecken. So wird das wohl noch werden, sobald wir langes Stroh aufgetrieben haben, aus dem wir unser Dach bauen können.

Novella Calow - www.salatgurken.net