Akupunktur-Blog (Schlawiner)

- gegen die Arthrose für ein beschwerdearmes Leben -

zu den Wochenberichten ab der 9. Woche

Schlawiner pennt

Schlawiner lang ausgestreckt

Vorgeschichte

Im Oktober'02 begann Schlawiner (geb. November'97) zu hoppeln. Da er gerade eine Bauch-OP hinter sich brachte, dachten wir an Nachwirkungen dieser. Allerdings lief er auch 2 Monate später noch so. Auf einem Röntgenbild wurde im Januar'03 seine Arthrose in beiden Kniegelenken sichtbar.
Er bekam dann täglich einen Tropfen Metacam gegen Schmerzen und in Entzündungsphasen Traumeel. Zeel, ein Homöopathikum, welches das Fortschreiten verlangsamen soll, gaben wir nicht. Schlawiner bekam wegen des Blasensteins ja auch noch ein Medikament und mehr Gift wollten wir seinen Nieren nicht antun. Unsere Entscheidung, auf der Basis unseres damaligen Wissens.
Im Oktober'03 stellten wir fest, dass das Schmerzmittel keine 24 Stunden mehr wirkte. Gelegentlich sass Schlawiner gesträubt in der Ecke und nickte im Takt seiner Atmung. An Laufen war an diesen Tagen nicht zu denken. Wir begaben uns auf die Suche nach Alternativen. Eine häufigere Gabe des Schmerzmittels, nun alle 18 Stunden, brachte keinen Erfolg. An schlimmen Tagen gaben wir ihm deshalb eine schmerzlindernde Pflanze. Dann zogen wir von Saarbrücken nach Heidelberg und in der neuen Tierarztpraxis wurde für Akupunktur geworben. Die Recherche ergab, dass die Akupunktur zu den klassischen Anwendungen bei Arthrosen zählt.

Zusammenfassung für Eilige

Schlawiner erhielt vier Akupunktur-Anwendungen im Abstand von jeweils einer Woche. Anfangs hielt die Wirkung nur wenige Tage an. Die fünfte Akupunktursitzung erfolgte im Abstand von zwei, die sechste im Abstand von drei Wochen. Ab der ersten Woche erhielt Schlawiner kein Schmerzmittel mehr, bekam jedoch Traumeel, welches nicht nur entzündungshemmend sondern auch wenig schmerzlindernd wirkt.
Sofort nach der ersten Anwendung stieg seine Vitalität an. Nach der zweiten hielt diese dann schon eine ganze Woche vor. Er begann damit, sich mit den Vorderbeinen abstützend Männchen zu machen und über Stufen/ Steine zu steigen. Schlawiner raste herum und nahm aktiv am Sozialgerangel seiner Gruppe teil. Er entlastete sein stärker angegriffenes linkes Hinterbein, doch die Lauf-Behinderung schien ihn nicht zu stören. An nasskalten Tagen bemerkte man eingeschränkte Aktivität.
Die Akupunktur führte auch zu einer Fellveränderung, es war kräftiger, fast struppig, jedoch glänzend. Seine vom Schmerzmittel angegriffenen Nieren wurden homöopathisch behandelt, was zu einer Verringerung der Krusten an Augen und Nase führte, sowie die Schuppen, die er oft am Po bekam, verschwinden ließ. Die Medikation umfasste nur noch 1/5 Tabl. Zeel täglich, eine organische Knorpelsubstanz, die das Fortschreiten der Arthrose verlangsamen sollte. Außerdem bekam er ein halbes Jahr lang ein Globuli Lycopodium für die Konstitution. Insgesamt wurde er bis zu seinem Tod 9 Monate mit Akupunktur und ergänzender Homöotherapie behandelt. Diese 9 Monate betrachten wir als Geschenk, da wir ihn sonst hätten auf Grund sinkender Lebensqualität einschläfern lassen müssen.

Akupunkturtagebuch

Eine Akupunktur geht intensiv über 4 bis 5 Sitzungen, danach sollte der Patient einige Zeit beschwerdefrei sein bzw. beschwerdeärmer, so dass die Akupunktur dann in individuellen Abständen weitergeführt werden kann. Den Gelenkverschleiß an sich macht nichts rückgängig.

Vor der ersten Sitzung

Schlawiner sitzt während des Auslaufs grösstenteils im Zimmer herum. Er bewegt sich hoppelnd, wenn ein anderes Meerschweinchen Futter klauen will, stänkern kommt oder er der Meinung ist, irgendwo muss Futter sein und es suchen geht. Im Gehege streckt er mir die Nase soweit es geht entgegen. Beim Putzen äußert er ständig Schmerzen. Seine Augen sind verklebt.

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1. Akupunktur

Die Voruntersuchung ergibt einen Zusammenhang zwischen der Arthrose und den Nieren. Beide Gebiete werden als Schlawiners Problemzonen erkannt. Im linken Knie ist seine Arthrose ausgeprägter. Die Behandlung erfolgt mit einem Therapielaser. Kurz nach Beginn macht Schlawiner es sich auf dem Tierarzttisch bequem, sein Blick richtet sich nach innen. Er ist sehr ruhig, überlässt der auf Akupunktur spezialisierten Ärztin seine Gliedmassen. Die Sitzung dauert 20 Minuten.

danach

Die angekündigte Ruhephase tritt nicht ein. Schlawiner scheint vitaler und benutzt seine Hinterbeine normaler als sonst. Er watschelt meist und hoppelt seltener. Schlawiner überrascht uns, in dem er beim Futterbetteln auf den Hinterbeinen steht.

erster Tag

Die Erstverschlechterung macht sich bei Schlawiner nicht bemerkbar, obwohl er nun auch den ersten Tag kein Schmerzmittel erhält. Statt dessen geben wir ihm 1/4 Tablette Traumeel. Die Farblichttherapie, die wir zusätzlich mit der Ärztin absprachen, wird von Schlawiner nicht genutzt. Er geht aus dem orangefarbenen Lichtkegel hinaus.
Schlawiner watschelt durch die Wohnung, macht wesentlich grössere Schritte als noch vor Tagen, legt sogar kurze Rennstrecken ein und wirkt vital.

zweiter Tag

Schlawiner äußert Schmerzen, nimmt den Wohnungsauslauf jedoch aktiv in Anspruch und steht immer wieder beim Futterbetteln auf den Hinterbeinen.

dritter Tag

Er klettert auf einen 5 cm hohen Stein. Schlawiner läuft in recht grossen Schritten watschelnd herum. Sein Gang ist breiter, als der von gesunden Tieren, aber sieht kräftig aus. Beim Putzen äußert er Schmerzen.
Das orangefarbene Licht bieten wir weiterhin für jeweils 20 Minuten am Tag an, wenn Schlawiner sowieso gerade eine Ruhephase einlegt. Er meidet den Lichtkegel nicht, legt sich aber auch nicht hinein, was sein Mitbewohner Max im Gegensatz dazu mit Vorliebe tut.

vierter Tag

Schlawiner hoppelt wieder und äußert beim Putzen ständig Schmerzen, leider auch intensiver. Die weiterhin positive Meldung ist, dass er Männchen macht und steigt. Also den Stein von 5 cm Höhe erklimmt, wenn dort Gurke liegt.
Wir überlegen, ihm statt der Traumeel noch einmal sein Schmerzmittel zu geben. Aber das entscheiden wir nach aktueller Lage morgen Vormittag.

fünfter Tag

Auffällig ist heute, dass seine Augen weniger verklebt aussehen als zu Behandlungsbeginn. Deswegen entschieden wir, das Schmerzmittel nicht zu geben, sondern bei Traumeel zu bleiben. Er äußert Schmerzen beim Putzen und hoppelt durch das Zimmer beim Auslauf. Morgen hat er die nächste Akupunktursitzung, vielleicht hält die Wirkung dann schon etwas länger an.

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2. Akupunktur-Sitzung

Schlawiners Nierenpunkte sind weniger schmerzempfindlich, er wirkt verjüngt und mit seiner wieder erlangten Vitalität macht er seinem Namen Ehre. Diesmal legt sich Schlawiner nicht bequem zurecht, aber er ist dennoch zur Mitarbeit bereit. Zusätzlich zur gleichen Abfolge wie beim ersten Mal werden seine Augen mitbehandelt. Die Ärztin schneidet für eine Analyse Haare ab, um genauer bestimmen zu können, welcher weiteren Behandlung Schlawiner bedarf.

Fit randaliert er bereits in der Transportbox herum, daheim legt er ein Verhalten an den Tag, welches ich aus seiner stattlichen Manneszeit kenne. Er steigt mir häufig auf die Hausschuhe, macht Männchen an der Couch, wenn eine von uns dort sitzt, langt nach den hoch hängenden Resten vom Weihnachtsbaum und genießt plötzlich wieder Streicheleinheiten. Es ist, als ob er zusätzlich zu einer inneren Ruhe zurück fand, von der ich nicht dachte, dass sie verloren war. Heute ist er keinesfalls der Opa, für den wir ihn seit 1,5 Jahren halten.
Wir geben ihm weiterhin täglich 1/4 Traumeel, das Schmerzmittel würde blockieren, was die Akupunktur ins Fließen bringt, weswegen wir froh sind, ihm Dienstag keines gegeben zu haben. Zusätzlich erhält er ab morgen eine Messerspitze Zeel. Zeel ist eine organische Substanz mit Knorpelbestandteilen und soll die Arthrose am Fortschreiten hindern.

zweiter Tag

unverändert

dritter Tag

Vorkoster Schlawiner vom Salatbeet kommt heute seinem Job nach und zeigt den anderen, dass Plastiktüten schmecken. Geht es ihm zu gut? *lach* Max weiß, dass es Schlawiner besser geht, er nimmt häufiger Anlauf, ihn zu besteigen. Schlawiner kämpft nicht, sondern rennt davon und das kann er jetzt ja wieder.

vierter Tag

Während 5 Stunden Auslauf rast er mit seltenen Ruhepausen herum. Er klettert und steigt über die aufgebauten Hindernisse, entlastet beim Laufen jedoch das stärker von der Arthrose angegriffene linke Knie. Beim Putzen äußert er Schmerzen. Dennoch wirken seine Augen nicht mehr müde oder alt, er schaut frech in die Welt.
Die Farblichtsitzungen nutzt er weiterhin nicht. Wir überlegen, ob wir Bewegungsübungen mit ihm ausprobieren, damit auch das linke Bein gekräftigt wird. Das werden wir aber vorher mit der Ärztin absprechen.

fünfter Tag

Schlawiner ist aktiver als die 1 bis 2jährigen hier. Heute putzte er sich einmal ausgiebigst ohne eine einzige Schmerzäußerung. Ansonsten laufen, rennen, klettern.

sechster Tag

Schlawiner hoppelt mit gesträubtem Fell herum. Seine Aktivität nimmt etwas ab, gleicht sich auf diese Weise an die, der anderen Meerschweinchen an. Der Schmerz scheint zurück zu sein. Er erhebt sich auch nicht mehr auf die Hinterbeine.
An den Augen bildet sich täglich eine Art Schlafrückstand, bei weitem nicht mehr soviel wie vor zwei Wochen, dennoch sehe ich keinen Ünterschied nach der Akupunktur des Augenbereiches.
Er wünscht nun mehr Ruhe als kurz vor der letzten Akupunktur.

siebter Tag

Er hoppelt, er ruht, er steigt. Seine Nase ist leicht verklebt, dafür sieht die Region um die Augen noch weniger verklebt aus. Keine Atemgeräusche, irgend etwas fließt da ab. Kaum Schmerzäußerung beim Putzen, aber Gewitztheit beim Auslauf und angepasster Einsatz seiner körperlichen Kräfte: Am besten komme ich in die Tüte mit dem Salat, wenn ich Max als Treppe nutze. *gg*

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Haaranalyse Ergebnis

Auch die Haaranalyse ergab den Schwachpunkt Nieren. Der Nierenmeridian ist blockiert. Das total Erfreuliche strahlt mich regelrecht an, seine Lebensenergie beträgt 90 Prozent, was man mittlerweile auch deutlich sieht. Von wegen Opa - Schlawiner zeigt es uns. Ünd das ist gut. Denn auf der gedanklichen Ebene, welche bei ihm meine Einstellung widerspiegelt, fand sich: Mir kann sowieso keiner mehr helfen, ich muss mich abgrenzen. Kann gut sein, dass er deswegen so lange nicht mehr Kuscheln wollte, obwohl er es früher liebte. Dass nicht er zu einer Ruhe zurück fand, sondern ich durch den Akupunkturerfolg meine Einstellung änderte und Schlawiner sich mir wieder öffnen kann. Streicheln genießen. Er versteht viel, aber beeinflusst man ein Tier mit der eigenen Gedanken- und Gefühlswelt wirklich so extrem? Die Haaranalyse sagt das eindeutig aus.
Neben dem Knochenschwerpunkt, der sich bereits in der Arthrose äußert, kam ansonsten "nur" heraus, dass der Kerl gut in Form ist.

Die Medikation, die sich nun ergibt, ist etwas umfassender, weswegen ich sie hier extra aufführe. Die Stärken der Homöopathika gebe ich allerdings nicht mit an. Fachkundige Anleitung ist bei solch Therapie nötig, Nachahmen nur unter Anleitung angebracht.

2xtäglich 3 Globuli Solidago für 4 Wochen (Nierenstärkung)

täglich

  • 1/4 Tabl. Traumeel
  • 1/5 Tabl. Zeel
  • 1/4 Tabl. FlutAid (Blase)

wöchentlich

  • 1 Globuli Lycopodium (Kostitutionsmittel)
  • Solidago-Resonanzflüssigkeit an Nierenpunkt 3 halten

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3. Akupunktur

Schlawiner arbeitet wieder mit, sehr ruhig und mit nach innen gerichteten Blick durchläuft er die Behandlung. Ausschließlich die Akupunktur an den Augen scheint ihm weniger zu behagen, aber auch dies lässt er ruhig geschehen. Heute wird außerdem an die Mulde zwischen Sehne und Knochen seiner Sprunggelenke in den Hinterbeinen das Resonanzmittel Solidago gehalten.

Daheim angekommen, erhält er wie immer Auslauf und rast erst einmal los. Seine Entlastung des linken Hinterbeines ist nun noch deutlicher zu sehen. Die Gymnastik sprachen wir mit der Heilpraktikerin ab, solange er mitmacht, gibt es keinerlei Einwände.

06.02.04

Fit, verfressen, frech. Bei der Gymnastik macht er gut mit. Schlawiner steigt leider nicht auf die Steine, wobei er beide Hinterbeine ordentlich benutzen müsste. Er stützt sich dort zwar mit den Vorderpfötchen ab, jedoch findet er zig andere Wege, um an die auf den Steinen liegenden Leckerein heran zu kommen. Ünd wenn er sie Max aus dem Mäulchen klauen muss.

07.02.04

Heute zog Schlawiner zu zwei anderen Meerschweinchen-Böcken, Vergesellschaftung also. Er hat sich super geschlagen. Dem Chefbock kontra geboten, aber die Pfötchen in die Pfötchen genommen, als es brenzlig wurde. Schnell wackelte er davon, die Knie in den Hinterbeinen nutzend, allerdings das linke weiterhin entlastend. Derzeit hält er die mittlere Position im Rudel, verteidigt sie in Hochform.
Schlawiner rast herum, die Leckerlis vom Stein werden auch jetzt anderen aus dem Mäulchen geklaut. Die Rampen im neuen Bockgehege verflachte ich. Vielleicht steigt er sie irgendwann hinauf.

08.02.04

flott und frech unterwegs unverändert

09.02.04

Nach der Ümsiedlung ins Schlafzimmer ist der Auslauf nun ein abgegrenzter, für die Meerschweinchen reservierter Bereich, in dem es nicht soviel 2Bein-Sachen zu erforschen gibt. Dies wirkt sich auf seine Aktivität dämmend aus. Aber er stieg mal wieder auf einen Stein und ist, wenn auch nicht hoch gelaufen, so doch auf halben Weg die Rampe hinauf gesehen worden.

10.02.04

Diesmal hält die Vitalität bis zur nächsten Akupunktur an.

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4. Akupunktur

Die übliche Abfolge. Schlawiner zittert viel. Als er am Auge akupunktiert wird, reicht er verbale Beschwerde ein. Im Anschluss geht er eigenständig in die Transportbox zurück, d.h. er steigt etwa 10cm hinauf, wobei er die Hinterbeine benützt, das linke aber eher nachzieht.

Anschließend wieder Auslauf, diesmal legt er sich schlafen. Nach etwa zwei Stunden stöbert er dann all die Fressbarkeiten auf und verscheucht die anderen. Er ist nun eher bereit, irgendwo hinauf zu steigen, um Leckerlis zu erreichen und klaut seltener bei den anderen, holt sich den Nachschub selbst.
Der Abstand zwischen den Akupunktur-Sitzungen wird versuchsweise auf 14 Tage erhöht.

12./13.02.04

Schlawiner scheint auf das feuchte Wetter zu reagieren. Er läuft zwar herum, jedoch äußert er beim Putzen anhaltend Schmerzen. Kurzzeitig nutzte er Rotlicht.

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14./15.02.04

Er nutzt die Rotlichtwärme vermehrt. Schlawiner muss seinen Rang behaupten, da Rotte seine Ünpässlichkeit bemerkte und Karrierediskussionen begann. Aber Schlawiner ist viel fiter als früher und regelt es zu seiner eigenen Zufriedenheit.
Beim Laufen entlastet er das linke Hinterbein, an der Gymnastik möchte er im Moment nicht teilnehmen, ansonsten steigt und rennt er gut.

16./17.02.04

Es geht Schlawiner gut. Er rennt freiwillig hinter dem schnellen Rotte her und nutzt dabei beide(!) Hinterbeine ordentlich. *Danke Rotte*

18.02.04

Heute beginnt die Verlängerung, in dem er nicht wie bisher 1x wöchentlich zur Akupunktur geht.
Fit.

19.02.04

Er rast herum, steigt.

20.02.04

Er hoppelt auf Erkundung und manchmal läuft er auch. Gymnastik lehnt er ab, ansonsten ist er gut drauf.

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21.- 23.02.04

Schlawiner läuft sehr viel herum, nutzt sogar auf PVC beide Knie, rutscht und hoppelt dort nicht mehr. Es geht ihm gut. Der eigentliche Rudelchef ist irritiert, da Schlawiner nicht mehr gedenkt, sich zu unterwerfen, aber auch keine Anstalten macht, den Rudelchef zu unterwerfen. Die drei verstehen sich dennoch prächtig und animieren sich gegenseitig zu Höchstleistungen.
Schlawiner lehnt Gymnastik weiter ab, aber trainiert selbst.

5. Akupunktur

25.02.04

Diesmal lag er anschließend gesträubt im Auslauf. Erst nach Stunden kehrte seine mittlerweile alltägliche Aktivität zurück.
Nun gibt es eine dreiwöchige Pause, anschließend gilt dieser Behandlungszyklus als abgeschlossen. Das Traumeel reduzieren wir ab sofort auf 1/8 Tablette täglich. Alles andere bleibt.

26./27.02.04

Er läuft und läuft und läuft. Die Laufbehinderung sieht man ihm dabei an, aber er ist aktiv und lässt sich nicht aufhalten davon. Teilweise benutzt er das Gelenk des stärker betroffenen Beines nicht, an Gymnastik zeigt er jedoch null Interesse. Wir überlassen ihn seinem eigenen Training. Er versucht, das Tempo von Rotte Wumm mitzuhalten. Meist bestimmt er jedoch das Tempo und die anderen beiden tappeln hinterher.

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28.02. - 02.03.04

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03.03.04

Der hat eine Duracell verschluckt. Schlawiner ist der aktivste Posten seiner Gruppe. Wir setzten ihn im Gehege mal in die oberste Etage, wo er allein nicht hingeht. Seine Reaktion war eindeutig, er nahm sofort die Rampen nach unten bis ins Erdgeschoss, seinem Reich. Schaute sich in den anderen Ebenen nicht einmal um, so als ob er das alles kenne, die Rampen schon einmal gestiegen wäre.
Er läuft gut.

04.03.04

Hoppel Poppel. Ab heute bekommt er kein Solidago mehr, die vier Wochen sind um. Wie es um den Nierenmeridian steht, erfahren wir aber erst am 17.03.04. Bisher war dort immer noch eine Blockade.

05.03.04

Vermehrte Schmerzäußerung vor allem im Liegen und beim Putzen, scheinbar durch das nasskalte Wetter bedingt. Er ist nicht ganz so fit wie sonst.

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07.03.04

Ärger mit Chef, die Arhtrose verhindert das typische Abwehrverhalten (Po-Kicken). Schlawiner müsste Nase an Nase abwehren und trägt dabei einen Kratzer an der Lippe davon. Seit dem wehrt er sich nicht mehr und wird unter Schreien der Pein vom Chef bestiegen. Wir trennen in der Hoffnung, dass der Chef nur zuviel Weibchen gerochen hat und sich in ein paar Tagen beruhigt. *Shit*
Schlawiner äußert beim Putzen nur leise Schmerzlaute.

08.03.04

Keinerlei Schmerzäußerungen. Es dauert bis zum frühen Nachmittag, ehe er die Kuschelröhre verlässt, danach ist er recht fit. Läuft weniger, bleibt in meiner Sichtweite. Geht aber Futter suchen und weist Rotte zurecht.

09.03.04

Bockgruppe funktioniert wieder einigermassen, obwohl Schlawiner sich vom Chef fernhält. Dafür muss er laufen, was gut geht in seiner breiten Gangart.
Durch die Akupunktur ergab sich eine Fellveränderung, es wirkt struppiger, glänzt jedoch weiterhin. Die Haare sind kräftiger. Teilweise sieht Schlawiner auch äußerlich wie ein jüngeres Tier aus nicht nur von Augen und Aktivität her.

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10.03.04

Die dritte Woche beginnt. Trotz des nasskalten Wetters bleibt er aktiv. Im Auslauf streckt er mir die Nase entgegen, wenn keine geeignete Stütze vorhanden ist, frei stehen auf den Hinterbeinen wie die anderen kann er nicht. Ansonsten steht er zum Betteln schon mal zweibeinig da.

11./12.03.04

unverändert

13.03.04

Schlawiner ist nicht ganz so aktiv, schläft mehr. Laufen klappt weiter gut, die Futterverteidigung auch. Schmerzäußerungen nur beim Putzen.

14./15.03.04

Schlawiner bleibt in meiner Sichtweite, bin ich nicht da, hockt er in einer Heutüte. Angst vorm Chef vermutlich. Er könnte gut laufen, denn er macht sogar Männchen fast ohne Stütze.
Die dritte Woche ist fast um, eine Verschlechterung kann ich nicht sehen, obwohl das Miteinander im Rudel derzeit durcheinander ist.

16.03.04

unverändert

6. Akupunktur

Schlawiner arbeitet mit, bleibt ruhiger als bei den vorherigen Sitzungen. Ansonsten ruht sich Schlawi anschließend zwei Stunden aus, bevor er aktiv wird und herumrast. Die nächste Akupunktur findet bei Bedarf statt.

zu den Wochenberichten ab der 9. Woche

Novella Calow