Homöotherapie

Globuli mit Verpackung

Potenz

Die Potenzierung ist, was verwirrt. In D-Potenzen ist noch wesentlich mehr Wirkstoff enthalten als in C oder gar LM, dennoch sind D-Potenzen für die Selbstmedikation geeignet, was man von höheren C-Potenzen nicht mehr sagen kann. Je weniger Wirkstoff enthalten, desto gefährlicher? Ein Vergleich: Schrift schwarz auf weiß lesen, fällt uns leicht, wenn das Schwarz nun immer mehr ausbleicht, strengen wir uns immer mehr an. Wir aktivieren alles, um das noch lesen zu können. Und da wir eins mit dem Körper sind, lesen unsere Zellen genauso. Wir reagieren auf weniger Wirkstoff also viel stärker.

Dosierung

Die Dosierung richtet sich nach der Potenz. Bei D und niedrigen C-Potenzen gibt man Meerschweinchen 1 bis 2x tgl. 3 Globuli. D- und niedrige C-Potenzen dienen der Behandlung von akuten Zuständen. Wenn sich der Zustand bessert, kann die Dosierung auf 1x tgl., dann auf alle 2, 4, 10 Tage einmal gesenkt werden. Sobald der krankhafte Zustand behoben ist, setzt man das Medikament ab.
Hohe Potenzen werden einmalig oder in langen Abständen gegeben, meist dann 2 bis 3 Globuli.

Arzneimittelbilder

Diese Bilder, die zu jedem homöopathischen Medikament gehören, zeigen, welche Symptome durch den Wirkstoff bei gesunden Lebewesen ausgelöst würden. Sie sind sehr detailliert. So gibt es häufig mehrere Wirkstoffe, die sehr ähnliche Symptome auslösen und sich nur gering unterscheiden. Diese geringe Unterscheidung ist jedoch der springende Punkt. Gelenkschmerzen, die morgens stärker sind als abends, bei Wärme stärker als bei Kälte usw. werden anders behandelt, als solche die abends oder bei Kälte stärker sind. Das ist einer der Gründe, weshalb auf den Beipackzetteln keine Anwendungsgebiete aufgedruckt sind. Und das ist einer der Gründe für die Composita. In diesen werden Wirkstoffe vereint. Es ist so ähnlich wie mit einer Schrotflinte auf ein Scheunentor zu schießen, irgendwas davon wird greifen und eine Besserung herbei führen. Zusätzlich werden in den Composita aber auch Medikamente kombiniert, die umfassender behandeln. So können gleichzeitig Schmerzen gelindert, Entzündungen bekämpft und entgiftet werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Konstitutionsmittel. Hier könnt ihr euch einen runden Tisch vorstellen. Jedes Lebewesen hat seinen eigenen runden Tisch. Da sitzen die Berater dran. Jeder Berater stellt eines der Konstitutionsmittel dar. Wenn man nun schwächelt, ist es einer der Berater der schwächelt. Dann ist es wichtig den Typ zu kennen. Auf der Ganz-Halbheitlich-Seite haben wir als Bild Zirce eingefügt. Sie ist vom Typ her eine Schildkröte. Langsam, aber kontinuierlich. Manche würden sie als dumm bezeichnen, weil sie scheinbar ewig braucht, um etwas herauszufinden. Aber Zirce ist schlau. Gibt man ihr die Zeit, dann kommt sie sogar weiter als die anderen, die wesentlich schneller etwas auffassen und begreifen. Sie benötigt als Konstitutionsmittel also eine Unterstützung ihrer Schildkröte.

Ihr seht, es ist schwierig. Tiere können mit uns nicht so reden, wie wir das von anderen Menschen gewohnt sind. Wir müssen sie gründlich beobachten und kennen, um ihnen wirksam eine homöopathische Unterstützung zu kommen zu lassen. Um das gesamte Tier zu behandeln und nicht nur eine Krankheit.

Die Arzneimittelbilder findet ihr im Internet. Die Deutsche Homöopathie-Union stellt auf ihrer Website umfangreiche Informationen zu den Wirkstoffen zur Verfügung. Ich empfehle diese Website. Aber ihr könnt auch auf anderen nützliche und gute Informationen bekommen. Auch Erfahrungsberichte, die umfangreich genug sind, um die Symptomatik einzuschätzen, werden bei der Wahl der Mittel helfen.

Zur Selbstmedikation nutzt man normalerweise Potenzen im Bereich D6/D12, davon gibt man dann 3 bis 5 Globuli.

Novella Calow