Die Vergesellschaftung

Vergesellschaften heißt, ein oder mehrere vorhandene Tiere bekommen einen oder mehrere neue Gefährten. Egal, ob Männlein oder Weiblein die Alteingesessenen haben Vorrechte, die sie verteidigen werden.

Achtung:

  • die Tiere halten keine Nachtruhe ein
  • die Tiere diskutieren körperlich ihre Rangfolge, es muss einen Chef geben
  • der psychische Stress kann für den Menschen manchmal recht hoch sein
  • Bock und Bock miteinander bekannt machen, geht oft heftig einher [Bock-Spezial]
  • einem kastrierten(!) Bock ein Date mit einem Weibchen zu besorgen, das läuft sichtlich friedlicher [Foto-Geschichte]
provisorisches Gehege im Flur

Am besten zum ersten Beschnuppern ist daher ein neutrales Gebiet. Käfig/Gehege der Alteingesessenen sind ungeeignet, da die Bewohner Eindringlinge, die nicht zum Rudel gehören, vertreiben wollen. Man kann alle Tiere z.B. im Bad zusammenführen, in einem neuen Käfig/ Gehege oder wie auf dem Foto im Flur.

Die erste Stunde sollte man das Geschehen beobachten. Bleibt in der ersten Stunde alles friedlich, kann man die Tiere allesamt in ihr Gehege setzen. Können die Tiere sich nicht aus dem Weg gehen, fördert dies Kämpfe. Daher sollten keine Sackgassen im Gehege existieren und es muss genug Platz für alle da sein. Auch hier gilt: beobachten, was geschieht.

Antipathie erkennt man ebenfalls in der ersten Stunde. Wenn Blut fließt, also nicht nur kleinere Bisswunden oder Risse in den Ohren, dann ist das häufig ein Zeichen dafür. Unerbittliche Kämpfe, Tiere, die weiterkämpfen, wenn eines quiekt, sind Zeichen dafür. Dann muss man trennen.

Die ersten Tage sollte man aufmerksam das Geschehen verfolgen. Natürlich kann man nicht den ganzen Tag und die Nacht daneben stehen. Hier greift die tägliche Pflege. Auch die Waage kommt zum Einsatz. Die Vergesellschaftung ist für alle Beteiligten Stress, daher nehmen die Tiere meist ein wenig ab. Aber das sollte nach wenigen Tagen zu Ende sein.

Die ersten Wochen beobachtet man weiterhin. Es gibt Tiere, die nach etwa 2 Wochen mit dem Aufstieg in der Hierarchie beginnen. Diese kämpfen dann oft härter, oft ist da eine Menge Angst im Spiel.
Wenn die Kämpfe nach 3 Wochen gar nicht aufhören, in ihrer Intensität eher zu- als abnehmen, dann ist die Vergesellschaftung gescheitert und ihr müsst trennen.

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Novella Calow